Im Westen nichts Neues

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Im Westen nichts Neues


Auch Marcel Dupré hatte sich der in ganz Europa zu Beginn des 1. Weltkrieges vorherrschenden kriegsverherrlichenden Stimmung nicht entziehen können. Angesichts der vorstellbaren Grausamkeit trat jedoch bald Verzweiflung an die Stelle von Hoffnung und Aufbruchsgeist. Unter dem Eindruck der verheerenden Schlacht von Verdun schrieb Dupré 1916 das Oratorium „De profundis“ und widmete es den für Frankreich gefallenen Soldaten.
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Auch Marcel Dupré hatte sich der in ganz Europa zu Beginn des 1. Weltkrieges vorherrschenden kriegsverherrlichenden Stimmung nicht entziehen können. Angesichts der vorstellbaren Grausamkeit trat jedoch bald Verzweiflung an die Stelle von Hoffnung und Aufbruchsgeist. Unter dem Eindruck der verheerenden Schlacht von Verdun schrieb Dupré 1916 das Oratorium „De profundis“ und widmete es den für Frankreich gefallenen Soldaten. Als Grundlage wählte er den 130. Psalm („Aus der Tiefe, rufe ich, Herr, zu dir“), dessen Text Vergebung und Erlösung erbittet, und fügte am Ende den Introitus der katholischen Totenmesse als Epilog an. Der sinfonisch behandelten Orgel kommt in der Komposition eine so bedeutende Rolle zu, dass auch die Fassung ohne Orchester von großer Wirkung ist. Auszüge aus dem Roman „Im Westen nichts Neues“ stellen eindringlich die Schrecken des Krieges dar.