Requiem für Syrien im Kulturpalast Dresden

Requiem für Syrien im Kulturpalast Dresden


Bei seinem Tod hinterließ Gustav Mahler umfangreiche Skizzen zu einer großen fünfsätzigen Sinfonie in Fis-Dur. Bis zur Aufführungsreife gediehen war allerdings lediglich der erste Satz, ein monumentales Adagio, das aus der geistigen Welt Anton Bruckners stammt, aber schon Züge aufweist, die auf die Zweite Wiener Schule Arnold Schönbergs vorausdeuten. Sein „Requiem für Syrien“ ist ein großes Bekenntnisstück, das die aktuelle politische Aussage in die Form eines bewegenden Kunstwerks fasst.
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Bei seinem Tod hinterließ Gustav Mahler umfangreiche Skizzen zu einer großen fünfsätzigen Sinfonie in Fis-Dur. Bis zur Aufführungsreife gediehen war allerdings lediglich der erste Satz, ein monumentales Adagio, das aus der geistigen Welt Anton Bruckners stammt, aber schon Züge aufweist, die auf die Zweite Wiener Schule Arnold Schönbergs vorausdeuten. Die stark dissonanten Klangballungen wirken wie eine Vorahnung des Ersten Weltkriegs. George Alexander Albrecht, vor allem als Dirigent bekannt, hat in den letzten Jahren eine beeindruckende kompositorische Tätigkeit entfaltet. Sein  „Requiem für Syrien“ ist ein großes Bekenntnisstück, das die aktuelle politische Aussage in die Form eines bewegenden Kunstwerks fasst.


Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele


Gustav Mahler (1860-1911)
Adagio aus der unvollendeten Sinfonie Nr. 10 (1910)
George Alexander Albrecht (*1935)
„Requiem für Syrien“ (2017) mit Texten von Monzer Masri, Nazmi Bakr, SAID, Johann Wolfgang von Goethe, aus dem Koran und Psalm 29 und 72
Auftragswerk der Dresdner Philharmonie, Uraufführung

Michael Sanderling | Dirigent
Susanne Bernhard | Sopran
Bettina Ranch | Alt
Daniel Behle | Tenor
Thomas Stimmel | Bass
Holger Gehring | Orgel
Philharmonischer Chor Dresden 
Prof. Gunter Berger | Einstudierung
Dresdner Philharmonie